...wenn sie ihm die Zigarette im Auto anzündet. Oder nicht? Liebe ist noch viel mehr und gleichsam nicht das, was sie zu sein scheint. Liebe ist die bedeutenste Phrase, die zusammen mit den berüchtigten "Drei.Worten" auftaucht. Wenn man Liebe sagt, dass entschwindet dem Begriff schon das Eigentliche, die eigentliche Bedeutung. Das Wort Liebe, ist eine Kopie von dem Gefühl, der Versuch etwas zu umschreiben, was nicht zu beschreiben ist. Das Wort soll demnach die Erinnerung an etwas wecken, was wir empfanden, was wir mit Liebe verbinden. Demnach hat das Wort Liebe eine individuelle Vergangenheit, ein Rattenschwanz. Wollte man ihn los werden, so müssten man das Gedächtnis löschen.
Kann nun ein jemand, der schlechte Erfahrungen mit der Liebe gemacht hat, nun das Wort in dem Mund nehmen und in den höchsten Tönen von der Liebe sprechen?
Eher noch sollte man sich im Klaren darüber sein, ob man das will, ob Liebe das ist, was man spüren will, ob man nicht doch alles auf die mechanischen Zwecke zurückführt, den Fortpflanzungstrieb als Kern eines Prozesses sieht, den die meisten schon so tief und schmerzhaft empfunden haben. Es würde vieles leichter machen, aber nur weil es Erklärungen bietet. Ich verzweifle an dem Bausatz für das Regal "Björn", nichts will so recht passen, es gibt viel zu viele Schrauben und ebensoviele scheinen mir zu fehlen. Nun in einer verborgenen Ecke und doch so offensichtlich, da liegt sie, die Bauanleitung. Ich kann alles Stück für Stück zusammenfügen und am Ende ergibt es einen Sinn. Nun, die Liebe als großes ganzes hat schon Bestand, doch was ist der Sinn? Wir nehmen sie auseinander auf der Suche danach, doch was wir danach vor uns finden, das sind keine Bretter und keine Schrauben, das sind keine Einzelteile, die wir wieder zusammenfügen können. Das ist noch ein viel komplexeres Bild, von dem, was uns mal die Liebe war. Wir glauben dann zu verstehen, dass etwas passiert, weil etwas so ist oder anders oder eben doch nicht. Wir hängen uns an eine trügerische Wahrheit, ein Wahrheitskonstrukt, ein Modell, einen Kreis, der in die eckige Lücke passt.
Wir müssen uns trennen von all den mechanischen Lösungen, die wir uns und dem Leben selbst geben. Das Leben muss überraschen, damit es Leben lässt. Der letzte Weg, der letzte Berg den wir zu erklimmen haben, ja, dass ist der Tod. Bis dahin müssen wir unser denken nicht in irgendwelche Kasten zwängen. Das geschieht irgendwann von ganz allein.
Letztlich macht man es sich zu schwer und Anderen zu leicht. Leichte Unterhaltung ist nicht gleich leicht gemacht. Ich kann euch eher etwas
präsentieren, was ihr schwer verdauen könnt, was vielleicht gar zu sperrig für euren Mund ist oder wo eure Zähne nicht scharf genug sind oder gar dran zerbrechen, als das ich euch den flüssigen
Nahrungsbrei, über einen Schlauch direkt in euren Bauch zu verfrachten. Wo bliebe der Geschmack. Sättigung würdet ihr erreichen, aber nicht die Psychologische.
So ist doch das, was man nicht versteht, gut dazu geeignet, den eignen Horizont zu erweitern, hinter den Vorhang zu blicken und vielleicht auch mal Licht ins Dunkel zu bringen. Bei sovielen
Phrasen muss selbst ich beim Schreiben lachen...
Was wenn man nicht weiss, wo man mehr hingehen soll, weil alle Welt gelangweilt ist, von dem was man sagt, weil alle Welt es negativ interpretiert und alle Welt, ja die ganze Welt denkt, man
würde sie runterziehen und sich eben hängenlassen. Wenn Freunde zu Bekannten werden, wenn Bekannte zu Fremden verkommen, dann merkt man, das etwas falsch läuft. Wenn man vor ihnen Gefühle
verbergen muss, weil man weiss, dass man sie schon das Mal davor ansprach und das Mal davor und das Mal davor und das Mal davor...Was ist dann falsch und was ist dann richtig? An wen wenden?
Mit zittriger Miene und unsicherem Blick neigt man dazu, zu Vereinsamen. Bei so viel Licht und so viel Schatten, was erwächst da schneller?
Für gewöhnlich lass ich mich fallen, wenn ich ne Klippe seh, normalerweise geb ich auf, wenn es zu anstrengend wird, in der Regel, gibt es kein
Spiel ohne Verlierer. Und Gewinner.
Genau das mach ich jetzt auch. Ich leg den Bleistift weg und trink Tee. Wünsch euch einen schönen Sonntag.
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