Tuesday, 14. october 2008 2 14 /10 /Okt. /2008 22:14

Einen Augenblick lang dachte ich, hatt´ Zeit, ehe die Sonne untergeht, ehe die Welt in einem Feuerball erlischt. Klingt das dullig? Eigentlich ziemlich, eigentlich kann ich es kaum noch aushalten so dullig klingt es in meinen Ohren. Auf dem Tisch stehen drei leere Cidre-Flaschen, der Mülleimer ist voll, die Pflanze - welche mir meine Mutter mit gab - wächst und gedeiht. Natürlich, selbstverständlich, warum sollte sie es auch nicht tun. Nicht das tun, wofür sie zu bestimmt sein scheint. "Ich bin hier, um groß und stark zu werden.", Punkt. Das sagt sich so leicht.

 "Warum bist du hier?"

Umher gehen, erleben, aufnehmen, einsaugen, ausatmen, einatmen, ausatmen. Klingt wie eine Anleitung zum Glücklich sein. Klingt gerad so, als könne man darin aufgehen, als könne man alles um einen herum vergessen und sich eben paradoxerweise auf die eine Sache konzentrieren, nämlich: Nichts. Wer keine Angst  vor dem Tod hat, der sammelt auch keine Besitztümer mehr. Wozu auch? Der Tod. Etwas so Unwirkliches hab ich in meinem ganzen Leben noch nicht erlebt. Also, mal ehrlic, damit will ich nicht sagen, dass ich ihn erlebt hab, diesen Tod. Nicht aktiv. Eher passiver Natur. Ich weiss ja nicht,  was ihr darüber denkt, aber der Tod an sich, ist überhaupt nicht fassbar, überhaupt nicht fassbar. Sterben an sich schon, aber der Tod, tot sein. Kein Sensemann, der dich antippt und du fällst schnell tot um. Qualvolle Krämpfe ereilen dich, bevor du stirbst. Du scheisst dich voll und merkst es. Du weisst also, dass du dich vollscheisst und du weisst, dass es das Zeichen dafür ist, dass du stirbst. Und du wirst erbrechen und in deinem Erbrochenem und deiner Scheisse liege und verfluchtnochmal langsam vor die Hunde gehen. So langsam, wie dir schwarz vor Augen wird, kannste gar nicht gucken. Am Anfang wirst du noch lachen und alles wahnsinnig komisch finden und dir denken "Cool ey, gleich bin ich tot.", aber spätestens wenn du dich vollscheisst und das wirst du, spätestens dann, wird es zu spät sein und du willst zurück. Aber dann ist der Knopf schon gedrückt, dann hast du bereits das meiste hinter dir und zurück kannste nimmer. Viele Suchen ja auch den Knopf und erst, wenn du in deiner eigenen Scheisse liegst und dich nicht mehr bewegen kannst, ja, mein Freund, dann hast du ihn wirklich gefunden.

Gute Nacht.

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Tuesday, 14. october 2008 2 14 /10 /Okt. /2008 14:55

Momentan sind die Schritte klein&zögerlich, noch voller Unsicherheit&Unbehagen, doch irgendwann, da wird jeder meiner Herzschläge Wellen schlagen, wird jeder einzelne Schlag ein unaufhörliches Wippen&Wallen in meinem Körper auslösen. Als ich aus dem Fenster schaute, sah ich eine Frau, die faste sich ans Herz, formte mit dem Mund ein "O" und drehte sich um, als ich in den Himmel schaute, sah ich zwei Rohre aus denen fontänenartig Rauch empor steig und den Himmel für Sekunden zu verdunkeln schien, als mir jemand auf die Schulter tippte und mir sagte, dass mir Spucke aus dem offenen Mund lief, als ich schlief und schreckhaft erwachte, weil ich in einem Traum die Vision hatte, ich sei gestorben, als ich die Milch aus der Milchtüte trank, genau da wusste ich, was das Leben ausmachte. Genau da berührtete es mich unweigerlich. Und auch wenn es schon Wochen her ist, als ich das letzte Mal richtig lachte, so ist es keine Woche her, als ich das letzte Mal echtes Glück verspürte. Es ist versteckt, es ist subtil, doch es bringt mich dazu, mich Wohl zu fühlen -  was so schwierig ist  - als der, der ich bin. Als denjenigen Menschen, der liebenswert ist und sich so oft wünscht, es könnte ungeschehen sein. Sovieles. Die Zeit würde Aufhören zu laufen oder sie würde rückwärts gehen und auch wir würden Rückwärts gehen, alle Erfahrungen verkehrtherum machen, gen Nichts. Dann müssten wir nicht überlegen, was wir tun, was ich gerade tu. Dann ist es wie ein Film, der schon lief. Nun bekommt er eine neue Betrachtungsweise. Wie wirkt dieser Film, wenn er nun rückwärts läuft, wenn man sein Leben rückwärts lebt? Wird das Leben immer besser? Viele sagen das. Viele.
 Es wird komplexer.

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Saturday, 11. october 2008 6 11 /10 /Okt. /2008 23:44

Bedeutungsschwere Worte schießen mir unweigerlich durch den Kopf. Geht es jedem manchmal so? Ich fürchte es.  Ich fürchte es deswegen, weil es die Existenz sinnloser macht. Von Natur aus, ist sie sinnlos und vielleicht wär das auch so gut gewesen. Warum alles und allem einen Sinn geben? Nur der Mensch fing damit an und führt es fort. Wär es sonst langweilig? Ohne Sinn leben. Tun doch heutzutage auch die meisten Menschen. Vor sich her leben und dieses und jenes als Sinn in einem Leben sehen. Dabei ist dieser Sinn, dieser Sinn kommt doch nicht etwa aus freien Stücken zustanden. Er wird eben durch Manipulation impliziert. Jemand sagt uns dies&das und wir kauen alles nach. Wir sind am kauen und erbrechen, ohne es wirklich zu merken. Denn der ganze Scheiss kommt immer wieder hoch, immer wieder die gleichen Probleme. Die weltlichen Probleme, wie als auch die persönlichen Probleme. Als ein auf&ab und wiederkehrender Anfang mit wiederkehrendem Ende. Ist es eine Spirale? Zu bestimmen ob wir und hoch bewegen und unsere Probleme eine andere Güte haben, oder aber, ob wir uns gar abwärts bewegen und unsere Probleme belangloser denn je werden. Praktisch bleibt die Kugel auf der Stelle bewegt sich eben keinen Milimeter hoch, nur die Spirale dreht sich und wir denken, es tut sich was. Was geschieht mit uns?
 Nichtsdestotrotz. Ein Weg müssen wir gehen. Verläuft er im Kreis, so merken wir es nicht, weil alles kahl ist.  Wenn du dich in einem Weissen Quadrat befindest, wo alles weiss und hell strahlt, keine Merkmale mehr da sind, wo dran machst du deinen verdammten Fortschritt fest? Wo dran siehst du, dass du nicht sogar auf der Stelle stehst, dass du nur denkst, zu laufen, dass du nur denkst, zu atmen. Die Leichtigkeit des Lebens. Aufmerksamkeit, Spuren hinterlassen, Anerkennung, Preise, Lobesreden - Kritk, Häme, Scham, Verunglimpfung. Ich mochte dieses verfluchte Quadrat verschmutzen, ich will alles daran setzen, dass man sich orientieren. Um wessent Willen? Für mich? Für das Lob? Selbstlosigkeit gipfelt in der Anerkennung. Sei es nur die eigene. Bist du stark genug, um dir dein Lob selbst auszusprechen, dann hast gewonnen. Jeder Mensch braucht Lob. Seine "Da-Seins"-Berechtigung. Reicht es uns, uns auszudrücken? Wenn wir uns nicht ausdrücken dürfen, dann ja, dann sind unsere Wünsche klein. Die Pressefreitheit wird geschaffen. Reicht es uns, uns auszudrücken, wenn wir uns ausdrücken dürfen? Wohl kaum. Tagebücher bergen die Gefahr gefunden zu werden, warum also, die Gefahr eingehen. Musik wird gehört, Bücher gelesen, Kommentare, Emails, Nachrichten. Alles Wege und Möglichkeiten uns auszudrücken. Werden wir verschmäht, unser Ausdruck nicht wahrgenommen, so fühlen wir uns ungehört, verloren in dem weissen Quadrat. Wir verlieren die Orientierung, die Anhaltspunkte unseres Seins. Denn das birgt die Resonanz.  Das ist die trügerische Wahrheit.
 Und sollte es einmal genug sein, so haben wir alle Freiheiten. Wir können brüllen, um uns schlagen, uns die Nötige Aufmerksamkeit gewaltsam zu teil werden lassen, wir könne alles erdenkliche Tun, denn darum haben wir unsere Freiheit. Ich genieße sie, denn gerade drück ich mich verdammtnochmal aus. Und mich interessiert es nicht, ob das keiner liest. Mich interessiert nur, was ihr dazu zu sagen habt.
 So, jetzt trink ich noch fein meinen Cidre aus...

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Friday, 10. october 2008 5 10 /10 /Okt. /2008 22:08
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Friday, 10. october 2008 5 10 /10 /Okt. /2008 17:38

Also, nunja, ähem, wie soll ich es ausdrücken, gute Frage, sehr gute Frage. Lassen Sie mich einen kurzen Augenblick nachdenken. Was denken Sie, Hoffmann? Herr Hoffmann und meine Wenigkeit, sind erfreut sie hier begrüßen zu dürfen. Wie es sich mit Schlafmangel lebt, weiss wohl jeder nur allzu genau, der sich mal gern die Nacht um die Ohren schlägt. Im weitesten Sinne.
 Letzte Nacht wird mir zwar nicht in denkbarer Erinnerung erhalten bleiben, jedoch, kann ich euch nun davon erzählen. Eine Party. Eine eigentlich lausige Party. Oberflächliche Menschen treffen sich zum Austausch von Gedanken&Ideen, sofern vorhanden, Handynummer&Körperflüssigkeiten. Dazu reichlich Dancehall, Blackmusic, House& gewisse Anflüge von Electro. Eigentlich eine ganz normale Party, wie sie in jeder X-beliebigen Großraumdisko hätte stattfinden können. Nunja, diese Party stieg aber in der Uni-Mensa und war für die Erstsemestler gedacht, diejenigen der Studenten, die noch hochnervös über den Campus laufen, weil alles so unglaublich neu und verwirrend ist. Ich zähle übrigens auch dazu. Nervosität.
 Soweit so uninteressant. Jetzt jedoch wird es interessant für denjenigen, der nachempfinden kann, der sich gern übt in der Emphatie oder einfach nur Schadenfroh ist. Da die Anbindung zu meinem Wohnort, etwas außerhalb Frankfurts, recht bescheiden ist, hätte ich notgedrungernerweise bereits um 22:12Uhr im Bus der Linie 36 Richtung Frankfurt West sitzen müssen. Glücklicherweise fand ich jemanden, der mir netterweise anbot, mich zu einem späteren Zeitpunkt mit seinem Auto mitzunehmen, da mein Wohnort ja sowieso auf dem Weg liege. Die Party war wie erwartet nichts besonderes, was an der fehlenden intimen Atmosphäre lag. Ich brauch Clubs immer bisschen kleiner, wo alles etwas persönlicher ablaufen kann, aber nicht muss. Natürlich kann man sich in die Anonymität stürzen und das Beste drauß machen...ich schweife ab. Um 2:30Uhr war ich daheim. Vor der Tür merkte ich, dass ich meinen, ach wie wunder, Schlüssel vergessen hatte. Da stand ich nun. Viel zu dünn bekleidet, hab ichs mir dann auf einer Bank vor dem Haus bequem gemacht oder naja, was man als solches vielleicht annähernd bezeichnen konnte. Wenn ich denn überhaupt schlief, so wachte ich bald wieder auf. Die reinste Tortur. Letztendlich sind meine Mitbewohner um 7Uhr aufgestanden und dann hab ich geklingelt und dann,...dann bin ich bibbernd ins Bett gefallen. Was lernt man daraus? Nichts...

von f. mcilley. - veröffentlicht in: allgemein
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