Friday, 24. october 2008 5 24 /10 /Okt. /2008 21:52

Wo ichs gerad hör, falls ich mal ´ne CD aufnehmen sollte, dann werd ich nie meine Stimme verdoppeln lassen, so, dass ich meinen eigenen Chor sing. Das klingt irgendwie unglaublich dullig. Dann nehm ich doch lieber eine handvoll Freunde, die das dann machen. Einen Chor kann nunmal keiner allein singen, zumindest nicht praktisch. Meine Augen fallen fasst zu und mein Herz ist verklebt mit dem süßen Honig, der alles langsam macht, auch das sich schlecht fühlen. Langsam schleicht es sich ein.
Apropos schleichen. Gestern Abend war in der Disko und ich hatte noch ein Bierchen in der Tasche und das wollt ich austrinken, bevor ich reinging. Hinter dem Odeon in Frankfurt ist eine Art Park mit ´nem kleinen Weiher und Bänken und Enten und Bäumen und lauter Gebüsche. Pinkeln musste ich auch noch und somit war der perfekte Platz auch schon auserkoren, jetzt beides zu erledigen, zu pinkeln und das Bier auszutrinken. Ich lief auf ein gebüsch zu und war etwas erstaunt über den üppigen Einlaß in dieses, als plötzlich unvermittelt ein Mann vor mir stand und mich, sein Gesicht im Schatten liegend, anstarrte. Na gut, der muss wohl auch pinkeln oder geht mit seinem Hund Gassi. Nur, ich konnte keinen Hund sehen und seine Hose war auch nicht auf, noch nicht. Ich ging weiter auf der Suche nach einem geeigneten Plätzchen, doch alle waren schon belegt. Etwa 5 Männer traf ich, wie sie im Gebüsch standen und hinauslugten  oder viel mehr starrten. Da mittlerweile aber ziemlich dringend pinkeln musste und meine weitere Suche dann doch noch wvon Erfolg gekrönt war, pinkelte ich in eines ihrer Domizile. Ich musste mich jedoch beeilen, den gierige Blicke hatte die Spur schon erhascht und machten sich schüchtern auf den Weg zu mir. Irgendwie ziemlich befremdlích. Ziemlich ziemlich befremdlich.Kennt man eigentlich nur außem Film, sowas. Das einer Pinkeln geht und sich plötzlich an ´nem Ort der Geheimen Lust befindet.

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Thursday, 23. october 2008 4 23 /10 /Okt. /2008 21:24

"Each Hand ties the other, each hand ties the other, ties the other, ties the other!"

Ich hab ein Plektrum im Mund, ich kann nicht sprechen, ich kann nur schreiben, ich kann nur schreien, nur nuscheln, nur so meinen Gefühlen gefühlten Platz geben. Wenn es nicht die Lyrik ist, die uns bewegt, die unser Herz antreibt, kann dann die Prosa, können es dann die banalen epischen Texte sein, die uns die Wissenschaft offenbart? Keine Ahnung. Ich scheiss drauf. Musik will gelebt werden, Dichtung muss erlebt werden. Auf dem Weg dorthin passieren aberwitzige Dinge. Wer nicht aufhören will zu erleben, der muss unweigerlich fühlen. Ja, der muss es in sich aufsaugen. Inhalieren würde der Finne sagen. Ohne Zweifel, dem stimme ich zu. Dem stimme ich vollstem Herzens zu und ich nehm es mir als Beispiel zur Hand und spiele damit wie mit Bauklötzchen und baue mir meine eigene Welt meine, eigenen vier Wände. Halt. Grenzen? Wozu denn? Nach oben hin ist doch alles offen, denn vier Wände haben noch lange keinen Boden und Decke. Der Deckel auf dem Topf bringt ihn doch erst zum überkochen. Das sollte gesagt sein. Also wozu der Deckel? Weil überkochen geil ist. Punkt. Das musste gesagt werden...

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Wednesday, 22. october 2008 3 22 /10 /Okt. /2008 20:19

Mich packt der Wahn und ich lass ihn los. Abschütteln kann ich ihn jetzt nicht mehr. Im elitären Kreis der Blogger haben wir eigentlich nichts zu Suchen, wirklich, eine Vetterngesellschaft, die Ihres gleichen sucht. Gleich und Gleich gesellt sich gern. Gegensätze ziehen sich an. Was wenn man keins von beidem ist? Der Aufbau einer Blog-Community erübrigt sich, in soweit, dass es keinen Sinn ergibt. Wer will den nicht, dass die Leute schmunzeln, dass die Menschen nachdenken, dass Einige oder Andere Gleichgesinnte finden?

Wo? Von Cidre bekomm ich langsam Bauchschmerzen und dabei ist heut doch erst Donnerstag. Ich weiss nicht, was heut in der Tagespresse stand. Kann es mir wer erzählen? Kann mir wer was erzählen? Ich verdurste.

Noch eine Empfehlung für euch:

Ich empfehle Obacht.

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Sunday, 19. october 2008 7 19 /10 /Okt. /2008 19:18

Zum Abendessen gab es Nudeln. Das heisst; Eine halbe 500g Tüte Penne Rigate, dazu allerfeinste Sauce Arrabiata aus dem Glas&als Garnierung, zwei kleingeschnittene&in Allioli angebratene Zwiebeln. Dem Herrn sei Dank. Dazu gereicht ein trockenes Glas Mineralwasser.
 Himmelhochjauchzend setzte der Chor der Erleuchtung ein, der zuließ, dass ich die Geschehnisse des Tages& natürlich die Nudeln, angemessen verdauen könnte. Ich hab immer noch keinen Fernseher. Immer noch nicht. Das letzte Mal sah ich Freitag fern. Ich schliech mich in das Wohnzimmer meines Vermieters, denn dieser war gerad nicht da und fläzte mich auf die Couch und sah mir in Ruhe ´ne Folge von den Simpsons an. Das war so entspannend. Wenn man keinen Fernseher hat, dann wird man ihn vermissen, allein schon wegen der latenten Unterhaltung, die er uns bieten kann. Dafür hab ich ihn gern. Kann mich jetzt jeder verstehen? Die Akustik scheint umso schlechter zu werden, je später die Stunde, je älter ich werde. Mit jedem Tag mehr.
 Nichtsdestoweniger bin ich noch immer hier. Und soll ich sagen, was ich heute gemacht hab?(Hoffmann hat mich drum gebeten). Für gewöhnlich war der Tag heut so gewöhnlich wie jeder andere auch. Eigentlich, ja, eigentlich wollt ich auf die Buchmesse gehen. Doch daraus wird nach fortgeschrittener Stunde nichts mehr. Ich hatte noch einen Termin. Jawohl, den einen hatte ich noch. Nämlich Strassenmusik stand auf dem Programm. Wir trafen uns an der Hauptwache und zogen umher, suchend nach dem richtigen Platz(Scheisse, ich fühl mich gerad, wie der Typ, der einmal quer durch Deutschland gewandert ist. Das Buch war so abgrundtief schlecht geschrieben)und fanden ihn ebenso rasch und zügig, wie wir auf Wanderschaft gingen. Wir spielten in der Zeil.(Für alle nicht Frankfurter:das ist hier in etwa die Mönckebergstrasse. Für alle nicht Hamburger:das ist die größte und belebteste Einkaufsstrasse der Stadt, wenngleich auch diejenige, die alles am Oberflächlichsten tangiert.). Dort sind Bäume. Und am Samstag ereignete sich für mich ein Schauspiel monströsen Ausmaßes. 10 000 Vögel flogen ein und aus, aus diesen Bäumen und sie machten einen Krach, wie 100 000 lachende Kinder. Jedenfalls waren wir heute bei den Bäumen und es waren weitaus weniger Vögel da. Es waren auch keine Jiepmätze, sondern Tauben. Und jetzt deutet sich die Pointe schon an. Wir wurden angeschissen. Einmal auf den Kopf und einmal aufs Gitarrengriffbrett. Bleibt jetzt irgendwie uns überlassen, das als Zeichen zu sehen. Aber wir haben nicht nur Scheisse bekommen, sondern auch Geld. Naja, dass war wohl der verdiente Lohn.
 Menschen gibts, die gibts gar nicht. Und wenn jetzt nicht schon der Letzte weggeknackt ist, bzw weggeklickt hat, dann würd ich gern noch ne Geschichte erzählen, denn eine hab ich noch. Es wird wohl die Letzte sein.
 Es ward einmal ein Mann, der war so verliebt in eine Frau, eine wundervolle Frau, wie man nur verliebt sein kann. Machte er den Mund auf, so schoßen ihm ungezwungen, jedesmal die selbe Worte über die Lippen. Er sagte: "Ich bin Du." Keiner konnte ihn verstehen, keiner konnte etwas anfangen, mit dem was er sagte. Dieser Mann galt als verrückt. Er lief umher und sprach mit jedem, sprach mit jeder und alle kannten diesen Mann. Seine Liebe trug er auf der Zunge. Seine Liebe konnte man sehen, aber nicht berühren, seine Liebe konnte man hören, aber nicht verstehen. "Ich bin Du.". Er starb. Und mit ihm der Gedanke an das Unwiederbringliche, der Gedanke an das Schicksal, das niemand verstehen kann, dass Liebe Leben töten kann. Nee, das war Scheiss. Den gabs gar nicht. Aber, "Ich bin Du".

von f. mcilley - veröffentlicht in: allgemein
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Thursday, 16. october 2008 4 16 /10 /Okt. /2008 10:42
Wieder einmal ist es Zeit. Die Sonne erwacht, der Himmel lacht&obendrein, herrscht Sonnenschein.
von f.mcilley - veröffentlicht in: allgemein
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