Wednesday, 17. december 2008 3 17 /12 /Dez. /2008 22:00

Heut schrieb ich die Seiten vergebens, heute verstand man mich nicht taub, stumm, blind. Heute war ein Tag, an dem ein Stück Leben starb. Heute hab ich euch nichts zu erzählen, außer meinem Leid. Heute will ich euch auf die Nerven gehen. Heute bedeutet viel und wenig. Heute möcht ich vergessen. Heute möcht ich rückgängig machen. Heute war der Tag, einer jener Tage, wo man auf die unbehütete Tatsache stößt, dass etwas nicht so läuft, wie man es sich wünscht, dass etwas noch viel mehr so läuft, wie man es nicht gern hätte, dass etwas passiert, das kommen musste und auch gut ist das es passiert, obwohl es einem Steinen in den Rücken schraubt. Heute war mein Schreiben vergebens. Heute ist der Löwe aus Karten in sich zusammen gefallen. Heute verlor er seine Gefährlichkeit und seinen Biss. Heute langt nicht mehr, um zu vergessen. Heute haben die Geschäfte schon zu, dass es zu spät ist, sich zu betrinken und alles wegzuspülen, all den Schmutz und die Gefühle, all den Ballast den die Verliebtheit mit sich bringt. Heute erfuhr ich, dass Verliebt-Sein, wie Schnupfen ist. Heute wurde jemand kuriert. Heute wünschte ich ihr eine Lungenentzündung. Heute zerriss es mich kalt auf meiner Brust. Heute setzte ich mich in die Dusche und ich lauschte dem Dröhnen meiner Stimme in der engen Kabine, während das Wasser heiss auf meinen Kopf regnete. Heute genoss ich es. Heute wusste ich es nicht besser. Gestern auch nicht.
Wenn doch die Endlichkeit nicht so lang wär, ich würds verstehen, ich würd mich ihr annehmen und sagen, dass ich sie liebe. Doch die Endlichkeit ist boshaft, lacht mich aus und straft mich, straft mich eben damit, dass sie noch lang sein will, während ich mich doch nur ausruhen möchte, während mir nur die Angst ins Gesichte geschrieben steht. Tausend Sachen könnte ich jetzt treiben, die weitaus besser für mich wären, als wirren Zeilen zu füllen. Meinen Kopf benebeln, damit ich lachen kann, meine Sinne trüben, damit die Scharfenkonture und Kanten verloren gehen. Mogel ich mich da durchs Leben?
Noch viel bedeutungsschwerere Worte sollten mir über die Lippen laufen, wenn ich in der Flut der Angst davonschwämme. Und doch passiert nichts und doch bleibt alles beim Alten und ich sehe machtlos zu, wie alles geschieht. Weil ich es komme sehe? Weil man es nicht verhindern kann? Ich würde alles liegen lassen und es wär egal. Jemand hebt es schon auf, jemand kümmert sich schon drum. Und wenn nicht? Seis drum. Dann schert es mich auch nicht, wenn es niemanden schert. Eine Logik ums Verderben.
Morgen muss ich zur Arbeit. Morgen wird die Sonne scheinen. Morgen wird es schneien. Morgen singen mir die Vögel ein Lied, wenn ich erwache. Morgen wird der Tag sein, an dem ich Glück erfahren. Morgen kann ich mir vorstellen, wie alles gut wird. Morgen werden meine Sorgen weniger sein. Morgen hör ich die Zähne klappern. Übermorgen komm ich nachhaus.

von f.mcilley - veröffentlicht in: allgemein
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Tuesday, 16. december 2008 2 16 /12 /Dez. /2008 16:00

Gute Morgen!

Hiermit möchte ich vekünden, was schon allen klar ist. Nicht um das "Was" geht es hier, sondern um das "Das". Das Das ist der Umstand an sich. Wir wissen doch bereits, worum es sich handelt, worum es sich dreht. Es ist nicht schwer, nur mal die Augen aufzumachen und zu erkennen, womit wir es zu tun haben. Für den einen heisst es Liebe, von den Anderen Bedeutet es Gesellschaft, für die meisten und das schließt die Beiden vorherigen ein, geht es um sich selbst. Unser kleines Universum, es dehnt sich mit jeder Erfahrung und auch wenn sich dieser Prozess scheinbar über Milliarden von Jahren hinfortsetzt, so folgt auf die Explosion der Gefühle, zu Guter letzt die Implusion der Gedanken.
 Was ist ein Gedanke? Ist er existent, wenn wir ihn nicht aussprechen? Wenn nur wir, ihn für uns behalten und eben dieser Gedanke nur den einzigen Nutzen verfolgt, als unser subjetives Handeln zu beeinflussen? So ist er auch existent, wenn er nicht ausgesprochen wird, denn mein Handeln beeinflusst dein Handeln und deine Worte beeinflussen meine Worte. Meine Wortwahl. Und Worte und Gedanken sind kräftig genug, um Gefühle zu stützen, um Gefühle hervorzurufen. Allein die Erinnerung an Vergangenes, allein die Vorfreude auf noch Kommendes vermag uns in Glück oder Trauer zu stürzen.

Wir haben nicht eine Persönlichkeit. Wir sind hunderte von Persönlichkeiten. Denn unsere Gefühle prägen maßgeblich unser Handeln, unser Handeln wird bedingt durch Gefühle. Die Glück, Euphorie, Hass, Trauer, Missmut. Wir besitzen soviele Persönlichkeiten, wie wir verschiedene Gefühle aufbringen können. Denn jedes Gefühl, bremst, beschleunigt, hemmt, fördert uns anders.
 Und nicht nur die Gefühle, sondern auch die Gesellschaft an sich, drängt uns in Rollen. Wir nehmen sie verschieden auf, wir sind verfluchte Schauspieler und der eine spielt gut und der Andere spielt besser. Ein schlecht gibt es hier nicht, strebt doch die Gesellschaft nach Perfektion. Scheint uns heute alles schwieriger, so mag das an der Neuen Breite der Gesellschaft liegen. Es gibt immer weniger Arbeiter und immer mehr Angestellte, immer mehr Menschen die durch ihren Status gleichgestellt sind, die sich nicht Solidarisieren wollen oder können, weil sie sich aus der Anonymität hinaus flüchten wollen, weil kein Niemand in der Masse sein wollen.

Mein Hemmnis bin ich, bist du, ist er, ist sie - ist Es. Was kann ich glauben...Wer glaubt, der muss nicht wissen. Aber wer weiss, der kann es ganz bestimmt glauben.

Gute Nacht.

von f.mcilley - veröffentlicht in: allgemein
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Sunday, 7. december 2008 7 07 /12 /Dez. /2008 20:19
....haut euch aus den Socken!

Apollo Sunshine
von f. mcilley - veröffentlicht in: Musik
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Friday, 28. november 2008 5 28 /11 /Nov. /2008 22:42

Das Abendessen war ein Schmaus, ein rehelrechter Gaumenschmaus. Ich bereitete alles mit Fett und in der Pfanne zu. Hauptspeise, Beilage. Gut, die Salsa-Sauce hab ich nicht nochmal extra angebraten, obwohls den Zwiebeln dort drin , sicher gut getan hätte. Soja-Nuggets, 2 Spiegeleier und Bratkartoffeln. Gibt es etwas, das männlicher ist? - Wohl kaum.

 

Und Männer und Frauen, sie tun sich doch gleich, verhalten sich dem Kodex entsprechend. Als Mann in der Disko, da bist du ständig auf der Jagd. Da geht es darum, zu Pirschen, zu spähen, Konkurreten auszuschalten und zu zuschlagen. Ohne Erbarmen. Da wird dann schon mal, das ein oder andere Wort fallen, die ein oder andere spitze Bemerkung, um sich zumindest zu versichern, dass derjenige, sich nun nicht mehr messen möchte. Aber was red ich da. Ein Kodex. Es ist abstrakt, nicht zu fassen. Der Kodex ist nicht das Problem, der Kodex ist nur eine Beschreibung des Menschens typischen Verhaltens, das Problem ist...tja, was ist das Problem? Das Problem ist der Grund, warum wir uns der blendend glitzernden Scheinwelt hingeben.

Die Disko als solches ist kein schlechter Ort. Sie ist ein geselliger Ort, ein ORt der Zusammenkunft. Das berühmte TTT, findet hier seine glanzvollste Seite. Tanzen - Trinken - Talken[man verzeihe mir das Talken, Anglizismen nerven].Und doch verliert sich etwas, bei diesen für sich allein stehend netten Aktivitäten, in dem hervorgehobene Diskokontext etwas ihres Charakters.

Alles wird zurückgeführt auf das eine, von dem alle ausgehen, dass es nun einmal zwangsläufig in der Disko geschieht. Sie pressen ihre Lippen aufeinander, sie drehen einem den Rücken zu und die Frage nach Feuer für die Zigarette, wird als Einladung zum One-Night-Stand verstanden.Unmoralisch, keine Frage. So wird die Disko gefährlich, für jeden, der gern trinkt, tanzt und erzählt. Am Besten, man lässt es nach. Trinkt nurnoch zu Haus, tanzt im Seniorenheim und lässt sich von der Oma was erzählen. Besser so.

von f. mcilley - veröffentlicht in: allgemein
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Tuesday, 25. november 2008 2 25 /11 /Nov. /2008 22:41


"Eine Liebe zur Musik, eine Liebe zu den Tönen."


so langsam bricht bei mir - nach dem ganzen stress um sachen, die einen sowieso nicht richtig erfüllen, eher plagen - allgemeines wohlbefinden ein.

privat trifft die ganze fulminanz des glücks auf menschliches versagen.

aber denn gibts da ja noch musik, und zwar gute. und auch richtig schlechte. da mich letztere aber jeden tag im übermaß mit ihrer hässlichen visage von mtviva aus angrinst und davon singt, dass sie frauen küsste und sich dabei wünschte, ihr würden titten wachsen, hab ich keine lust länger darauf einzugehen.

also kommen wir zur anderen seite: ein mordstipp da einen beitrag unter mir.

großartige band mit vielen facetten. ich hab die 4 songs auf myspace schon gefühlte 1000 mal gehört und bin heiß auf die scheibe.

schön, dass es bands gibt, bei denen es sich lohnt, mal 3 minuten zu geben um dann noch einmal überrascht zu werden. eine band, die ich durch diese eigenschaft auch tief ins herz geschlossen hab, ist Wolf Parade (reinhören, verlieben, platte kaufen, sich übers artwork freuen und in der anlage rotieren lassen).


zum schluss muss ich euch noch eine band ans herz legen, die mir diesen monat in einem schönen musikmagazin aufgefallen ist: die israelischen MONOTONIX. völlig undurchschaubar, wahnsinnig lustig, wahnsinnig behaart. "wahnsinnig" triffts wohl auch ganz gut.

live-videos auf youtube sprechen für sich. live ist das wohl irgendwas zwischen exhibitionismus und plakativem rock'n'roll-gehabe, obwohl das ja spätestens seit Mötley Crüe in den meisten fällen einher geht. auf jeden fall ist die band unterhaltsam und ich hab selten 8 minuten am stück gelacht. nächstes jahr sollen sie auf tour kommen.


das war es erstmal für heute von mir.


von b. hoffmann - veröffentlicht in: Musik
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